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Internationaler Rechtsverkehr

Internationale Urkunden (CIEC-Übereinkommen)

Deutsche Personenstandsurkunden, die nach dem Muster der Übereinkommen der Internationalen Kommission für das Zivil- und Personenstandswesen (CIEC) ausgestellt werden, sind in den anderen Vertragsstaaten von jeder Förmlichkeit befreit

Vertragsstaaten des Übereinkommens vom 08.09.1976 (Ausstellung mehrsprachiger Auszüge aus den Personenstandsbüchern: Geburtsurkunde, Eheurkunde, Sterbeurkunde) sind:

Belgien; Bosnien-Herzegowina; Deutschland; Frankreich; Italien; Kroatien; Luxemburg; Mazedonien; Montenegro; Niederlande; Österreich; Polen; Portugal; Schweiz; Serbien; Slowenien; Spanien; Türkei.

Beglaubigung von Personenstandsurkunden zur Verwendung im Ausland (Legalisation/Apostille-Verfahren)

Falls Sie Personenstandsurkunden (Geburts-, Ehe- und Sterbeurkunden) in Ländern ohne die oben genannten Vereinbarungen vorlegen müssen, werden die ausländischen Behörden oder Gerichte oftmals von Ihnen verlangen, dass die Echtheit Ihrer Urkunden im Inland bestätigt wird.

Die zuständigen Stellen in Deutschland prüfen und bestätigen die

  • Echtheit der Unterschrift auf der Urkunde,
  • Berechtigung des Unterzeichners zur Ausstellung der Urkunde sowie
  • Echtheit des Dienstsiegels ("Wappensiegels") der ausstellenden Behörde.
Es gibt zwei Arten der Beglaubigung: Apostille und Legalisation.
Welche Art der Beglaubigung notwendig ist, erfahren Sie bei der für die Beglaubigung zuständigen deutschen Stelle (siehe unten) oder der zuständigen konsularischen Vertretung des Bestimmungslandes in Deutschland.
 


Apostille

Für Länder, die dem Übereinkommen zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation (sogenannte "Haager Abkommen vom 5. Oktober 1961") beigetreten sind, ist es ausreichend, die erforderliche Urkunde mit einer sogenannten "Apostille" zu versehen. Mit dieser Apostille bestätigt die zuständige deutsche Behörde die Echtheit der deutschen öffentlichen Urkunde. Eine Beteiligung der Konsularbeamten des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll, ist dann nicht mehr notwendig. Die Urkunde wird direkt im Ausland anerkannt.

Die Apostille besteht aus einem festgelegten Text, der auf der Urkunde selbst oder auf einem mit ihr verbundenen Blatt angebracht wird; sie muss unter der Überschrift "Apostille" mit der Bezeichnung "Convention de la Haye du 5 octobre 1961" versehen sein.

Apostillebehörde für Stuttgart ist das Regierungspräsidium Stuttgart (Adresse siehe unten).

Legalisation

Bei der "Legalisation" müssen Urkunden, die für Länder benötigt werden, welche diesem Abkommen nicht beigetreten sind, von der zuständigen deutschen Behörde vorbeglaubigt werden. Danach erfolgt die Bestätigung der Echtheit der deutschen öffentlichen Urkunde durch den Konsularbeamten des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll. Erst dann kann die Urkunde im Ausland verwendet werden.

Einige Staaten verlangen zusätzlich zu der oben beschriebenen Vorbeglaubigung eine sogenannte Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt. Im Anschluss an die Vorbeglaubigung der deutschen Stelle beglaubigt das Bundesverwaltungsamt im Auftrag des Auswärtigen Amtes die Unterschrift der deutschen öffentlichen Urkunde. Die davon betroffenen Staaten finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amtes unter dem Stichwort "Vorbeglaubigung / Endbeglaubigung deutscher öffentlicher Urkunden" oder erhalten Auskunft bei der der Beglaubigungsstelle des Regierungspräsidiums Stuttgart (Adresse siehe unten).

Bei beiden Verfahren müssen die Urkunden im Original vorgelegt werden, und ihr Ausstellungsdatum darf nicht mehr als sechs Monate zurückliegen.

Zugeordnete Adressen: